Freitag, 29. November 2013

Ein schwarzer Freitag

Der Freitag nach dem Erntedankfest läutet in den USA das Vorweihnachtesgeschäft ein. Die Geschäfte geben vermeintlich riesige Rabatte. Die größten Rabatte gibt es am sogenannten Black Friday. Das hat zur Folge, dass die Menschen vor den Geschäften übernachten und sich bereits Stunden vor Öffnung lange Schlangen bilden. Über die Jahre hat das dazu geführt, dass die Geschäfte immer zeitiger öffneten, d.h. zwischen 4 und 6 Uhr früh. Mittlerweile ist es dermaßen schlimm, dass einige Geschäfte bereits am Tag zuvor öffnen und dann die gesamte Nacht über geöffnet haben. Direkt nach dem gemeinsamen Abendessen mit der Familie begeben sich demnach viele auf eine nächtliche Einkaufstour, die Kreditkarte im Anschlag und die Ellenbogen auf 90 Grad, bereit um das Geschäft des Jahres, wenn nicht gar des Lebens, zu machen.

Das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Auch wenn ich nicht vor den Geschäften kampiert habe, sondern meinen Einkaufsbummel erst 10 Uhr Freitag morgen begonnen habe, war die Perimeter Mall, ein großes Einkaufszentrum am Rande Atlantas, noch gut besucht. Die wirklich Verrückten waren zu der Zeit jedoch schon lange wieder im Bett. Insgesamt habe ich $165,26 ausgegeben, ohne die Rabatte wären es $361,07 gewesen. Demnach habe ich 55 % gespart. Die tatsächliche Ersparnis war natürlich geringer, da die Preise vor dem Black Friday ansteigen, um anschließend, mittels "großzügiger" Rabatte, wieder zu fallen.

Black Friday in der Perimeter Mall
Black Friday in der Perimeter Mall

Donnerstag, 28. November 2013

Erntedankfest

Um einen traditionellen Truthahn mit der Familie zu genießen, steht der gemeine Amerikaner auch mal in der Schlange an. Mary Mac's Tea Room ist aber auch eine Institution in Atlanta.

Der Winter ist da

Heute morgen zeigte das Thermometer -5 °C, ich wiederhole, -5 °C an! Unbestätigten Augenzeugenberichten zufolge hat es gestern sogar geschneit, auch wenn der Schnee sofort bei Bodenberührung schmolz. Der Winter ist angekommen in Atlanta! Dass ich meine Wintersachen doch nicht in Deutschland hätte lassen sollen, merke ich insbesondere wenn ich ohne Handschuhe Fahrrad fahre.

Mein Fahrrad
Mein Fahrrad

Sonntag, 17. November 2013

Wandern im Kennesaw Mountain National Battlefield Park

Gestern war das erste Mal, dass ein Großteil des Arbeitskreises etwas außerhalb des Labors zusammen unternommen hat. Außerhalb von Atlanta gibt es nicht viel zu sehen, die nächste größere Stadt ist mehrere Stunden Autofahrt entfernt. Dafür gibt es jede Menge Natur. Der Kennesaw Mountain National Battlefield Park befindet sich 20 Meilen von Atlanta entfernt und ist einer von mehreren Nationalparks in der Gegend. Von 19. Juni bis 2. Juli 1864 bekriegten sich hier die Nord- und Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Ein paar Kanonen auf dem Gipfel des Berges erinnern an die Schlacht von damals. Abgesehen davon gibt es entlang der Wanderwege nichts Außergewöhnliches zu sehen. Nichtsdestotrotz hat die Wanderung Spaß gemacht.

Das halbe Finnlab im Wald

Nachtrag: Ich habe glatt vergessen zu erwähnen, dass es nach dem Wandern noch Kaffee und Kuchen gab, quasi als Belohnung. In Marietta, einer Kleinstadt in der Nähe des Nationalparks, gibt es eine französische Bäckerei namens Douceur De France, die leckeren Kuchen anbietet. Die Nachbarschaft ist zwar alles andere als einladend, aber die Bäckerei ist wirklich zu empfehlen.