Montag, 29. Juli 2013

Bleach!

Meine Bettwäsche ist weiß und grau. Ein Waschmittel mit Bleiche sollte man demnach verwenden können, oder? Noch grauer kann sie ja nicht werden. Richtig, grauer ist die Bettwäsche tatsächlich nicht geworden, dafür grün, gelb und rot! In den 90ern war dieses Muster total im Trend. Batik nannte sich das. Heute ist das alles andere als angesagt! Meine FÄRGLAV Bettwäsche von Ikea ist jedenfalls ruiniert.

FÄRGLAV mit Batik-Muster
Ikea FÄRGLAV mit Batik-Muster
Sämtliche Reinigungsmittel hier sind total aggressiv, 9 von 10 enthalten Bleichmittel. Ein Beispiel: Die Einlegeböden in meinem Badschrank sind so rau, dass sich der Schwamm beim Darüberwischen auflöst. Anfangs dachte ich, es handelt sich um eine Antirutsch-Beschichtung, doch mittlerweile bin ich überzeugt, dass die Vormieter einfach so aggressiv gereinigt haben, dass die Oberfläche korrodiert ist.

"Insbesondere das Essen!"

Als ich am Wochenende aus war und an der Bar auf mein Bier wartete, kam ich mit einem Amerikaner ins Gespräch. Natürlich fragte er mich, woher ich komme. Als ich Deutschland sagte, wollte er wissen, was ich mehr mag, Deutschland oder die USA. "Natürlich Deutschland", sagte ich. Er  total entsetzt: "Was?! Etwa auch das Essen?" "Insbesondere das Essen!"

Hab ich etwas verpasst, oder seit wann sind die USA für gutes Essen bekannt?

Samstag, 27. Juli 2013

Atlanta Ice Cream Festival

Ein weiteres Straßenfest, das sich rund um das Thema Essen dreht, diesmal Eiscreme. Natürlich musste man auch dieses Mal lange Warteschlangen in Kauf nehmen... sofern man nicht auf italienisches Eis steht, denn seltsamerweise war vor der einzigen "Gelateria" der Stadt keine Schlange. Für die Kleinen gab es auch jede Menge Aktivitäten, um die zuvor aufgenommenen Kalorien gleich wieder zu verbrennen. Die Erwachsenen durften Blut spenden oder Saisontickets für Basketball kaufen.
 
Seifenblasenkinder
 
Kinder in der Kugel


Amerikanische Eisbude
Riesenandrang am amerikanischen Eisstand...
Italienische "Gelateria"
...und keine Schlange vor der italienischen "Gelateria"

Chocolate Mint
Chocolate Mint

Freitag, 19. Juli 2013

Was passiert mit Schokolade in Deutschland, wenn sie alt wird?

Sie wird nach Amerika verschifft und dort unter dem Namen Hershey's verkauft.

Hershley's Nuggets Milk Chocolate
Hershley's Nuggets Milk Chocolate

Natürlich nicht! Denn selbst alte Schokolade aus Deutschland schmeckt besser als das was Hershey hier verkauft!

Mittwoch, 17. Juli 2013

Stromausfall, schon wieder

Gestern war schon wieder ein Stromausfall, der zweite innerhalb von 6 Wochen! Grund dafür war nicht etwa ein Tornado oder ein Hurricane, sondern ein stink normales Unwetter. Wäre ich in Südamerika oder Asien würde ich das ja noch verstehen, doch in den Vereinigten Staaten von Amerika? Zum Glück war er nur von kurzer Dauer, doch ich frage mich was passiert, wenn wirklich mal ein Tornado oder Hurricane über Atlanta fegt.

Montag, 15. Juli 2013

Abenteuer Backen

Ich war zwar nicht der beste Koch in meiner alten Arbeitsgruppe, einer der besten Bäcker war ich jedoch - ohne Angeben zu wollen - zweifelsfrei. Traurigerweise gibt es in meiner neuen Gruppe keine "Kuchentradition"... Mir fehlen die Kuchen-um-Vier-im-Kaffeeraum-E-Mails... Wie auch immer, das ist kein Grund, meine Backkünste meiner neuen Arbeitsgruppe vorzuenthalten.

Chefkoch.de ist immer eine gute Anlaufstelle für leckere Rezepte. Bei der Wahl des Rezeptes musste ich jedoch beachten, dass in den USA, wie so oft, alles anders ist. Zum Beispiel gibt es in den USA zahlreiche Milchprodukte (darunter Schmand, Crème fraîche und Quark) nur in ausgewählten Supermärkten. Statt Backpulver einzeln zu kaufen, gibt es Mehl, das bereits mit Backpulver versetzt ist. Ein Wikibuch mit dem Titel "Aus Deutschland in die USA umziehen: Artikel, die in den USA wider Erwarten doch erhältlich sind" half mir jedoch bei der richtigen Übersetzung der Zutaten weiter.

Mangels einer Waage musste ich nur noch sämtliche Mengenangaben in Cups umrechnen. So wie es die Amerikaner gewohnt sind. Zum Glück gibt es auch dafür Umrechnungstabellen. Schließlich wiegt ein Cup Mehl nicht so viel wie ein Cup Margarine.

Nichtsdestotrotz, mein Schoko-Apfel-Kuchen kann sich sehen lassen!

Schoko-Apfel-Kuchen

Sonntag, 14. Juli 2013

Essen auf Rädern

Wenn ein Amerikaner in sein Auto einsteigt, dann verlässt er es so selten wie möglich. Er kauft seine Lebensmittel vom Auto aus ein, er erledigt seine Bankgeschäfte vom Auto aus und selbstverständlich kauft er auch sein Essen vom Auto aus. Und wenn er sich doch einmal aus dem Auto begibt, dann hat es meist etwas mit Autos zu tun. So auch beim gestrigen Antlanta Street Food Festival! Dabei handelt es sich um ein Volksfest, bei dem zwei bis drei Dutzend "Food-Trucks" Essen verkaufen. Jeder dieser Food-Trucks hat sein eigenes Motto und verkauft passendes Essen dazu. So gibt es z.B. den Cupcake-Truck, den Vietnam-Truck, den Hamburger-Truck und den Bio-Truck (der Truck an sich ist natürlich nicht "bio"). Schauplatz war der Piedmont-Park, ein riesiger Grünpark inmitten der Stadt.

Piedmont Park
Piedmont Park

Obwohl in den USA gerne alles eine Nummer größer ist, war die Menge an Food-Trucks zu knapp bemessen. Als Ergebnis davon bildete sich vor jedem Food-Truck eine Schlange, die selbst Mustafas Döner in Berlin stolz gemacht hätte. Wer nur 30 Minuten warten musste, war an einer der kurzen Schlangen. Nichtsdestotrotz war das Essen sehr lecker.

Atlanta Street Food Festival

Schlange vor einem der Food-Trucks

Samstag, 6. Juli 2013

4. Juli, Unabhängigkeitstag

Normalerweise sind die Straßen am 4. Juli von Menschen gesäumt, welche die US-Flagge im Wind schwenken und dazu die Nationalhymne singen. Begleitet wird das alles von pompösen Paraden und einem spektakulären Feuerwerk. Dieses Jahr gab es nur letzteres (soweit ich weiß), da es seit Mittwoch ununterbrochen geregnet hat.

"Wenn es schon regnet, kann ich mir das Feuerwerk zumindest vom Dach aus angucken", dachte ich mir. Leider hatten noch mehr Leute diese Idee. Auf dem Weg vom 1. in den 8. Stock hielt der Fahrstuhl in der 6. Etage an. Eine Traube von 20 Menschen zwengte sich daraufhin in den Fahrstuhl, welcher - nebenbei bemerkt - für 12 Personen ausgelegt ist. Nachdem sich die Türen des Fahrstuhls geschlossen hatten, bewegte sich jedoch nichts mehr, auch nicht, als die Hälfte der Leute den Fahrstuhl wieder verlassen hatte. Nicht das Gewicht war das Problem (zumindest nicht vorrangig), sondern die Tatsache, dass die Leute zu lange gebraucht hatten, um sich in den Fahrstuhl zu begeben. Ein Schild im Fahrstuhl weist darauf hin, dass sich der Lift außer Betrieb setzt, sollte die Tür länger als 15 Sekunden geöffnet sein, und externer Service benötigt wird. Wer diese schwachsinnige Beschränkung in den Fahrstuhl eingebaut hat, weiß ich nicht. Schließlich sind 15 Sekunden nicht sehr lang.

Achja, das Feuerwerk konnte ich weder vom 6. noch vom 8. Stock beobachten, da zu viele Hochhäuser im Weg waren.

Dienstag, 2. Juli 2013

Essen und essen lassen

11.30 Uhr an der Uni. Normalerweise ist das nichts besonderes in meiner Arbeitsgruppe, da es sowas wie ein gemeinsames Mittagessen nicht gibt. Jeder geht allein los, holt sich sein Mittag, bringt es dann ins Büro, um es anschließend alleine vorm Computer zu essen. Natürlich wird das Essen jedes Mal in einer Plastikschale serviert, zusammen mit Plastikbesteck in einer großen Plastiktüte.

Warum erzähle ich das alles? Nun, einerseits will ich auf die Wegwerfmentalität der Amerikaner und die damit verbunde Müllproduktion hinweisen, andererseits wollte ich berichten, dass anlässlich eines "inoffiziellen Mittagessens der Arbeitsgruppe" (so der Wortlaut in der E-Mail) letzten Freitag alle zusammen Mittag essen waren. Nicht in der Cafeteria, sondern bei Moe's Original Bar B Que. Und was soll ich sagen? Das Essen war lecker. Typische Südstaatenküche. Heiß und fettig. Geräucherte Hähnchenschenkel mit Makkaroniauflauf und Cornbread, dazu einen Salat. Und dennoch, an der Wegwerfmentalität hat sich nichts geändert! Auch dort wurde alles in Einweggeschirr serviert.

Geräucherte Hähnchenschenkel, Makkaroniauflauf, Cornbread und Salat