Dieses Wochenende habe ich einen Ausflug nach
Helen, GA unternommen. Viele meiner amerikanischen Freunde haben mir davon erzählt und es empfohlen. Oktoberfest, deutsches Bier und Bratwurst? Da bin ich dabei! Von Atlanta sind es fast zwei Stunden Autofahrt bis in den "Blackforrest of Georgia". Der offiziellen Stadtgeschichte nach (siehe
Wikipedia) soll es sich jedoch um eine bayerische Alpenstadt handeln.
Wie jede amerikanische Kleinstadt (420 Einwohner, Stand 2000), besteht auch Helen, GA nur aus einer Straße mit Häusern links und rechts davon, mit dem Unterschied, dass es sich hier um Fachwerkhäuser handelt. Zumindest wollen uns das die Stadtverantwortlichen so weiß machen. Schnell fällt nämlich auf, dass die Häuserwände nur angeklebt sind. Die eigentlich Enttäuschung ist jedoch, dass nichts in dieser Stadt authentisch wirkt. Weit und breit habe ich kein Geschäft mit importierten, deutschen Lebensmitteln ausfindig machen können. Noch nicht einmal einen deutschen Souvenirladen mit Kuckkucksuhren und Lederhosen habe ich gesehen. So verwundert es auch nicht, dass eine Fahrt in einem riesigen Gummischlauch auf dem Chattahoochee River die Hauptattraktion von Helen darstellt. Über das Essen will ich hier gar nicht erst reden, aber vielleicht hatte der Küchenchef von
The Troll Tavern & Restaurant auch nur einen schlechten Tag. Man kann es nur hoffen... Ich werde jedenfalls nicht wieder kommen.