Ich erinnere mich noch an das Westpaket, das mir mein Onkel aus dem Westen zum Schulanfang 1989 geschickt hat. Es enthielt Schulwaren, Spielzeug und allerlei Süßigkeiten. Letzten Samstag, auf den Tag genau 24 Jahre und 3 Monate später, erhielt ich ein weiteres Paket mit der Post, nur dass es diesmal ein Ostpaket war. Süßigkeiten waren auch diesmal dabei, doch statt Spielzeug und Schulwaren enthielt es Wiener Würstschen, Rouladen, Salamis und diverse Wurstwaren. Noch nie habe ich mich so über Wurst gefreut :-)
Vielen Dank an die Absender: meine Eltern und meine Oma!!!
PS: Das Paket brauchte 17 Tage, davon 12 Werktage, um von Deutschland in die USA zu kommen.
Freitag, 6. Dezember 2013
Freitag, 29. November 2013
Ein schwarzer Freitag
Der Freitag nach dem Erntedankfest läutet in den USA das Vorweihnachtesgeschäft ein. Die Geschäfte geben vermeintlich riesige Rabatte. Die größten Rabatte gibt es am sogenannten Black Friday. Das hat zur Folge, dass die Menschen vor den Geschäften übernachten und sich bereits Stunden vor Öffnung lange Schlangen bilden. Über die Jahre hat das dazu geführt, dass die Geschäfte immer zeitiger öffneten, d.h. zwischen 4 und 6 Uhr früh. Mittlerweile ist es dermaßen schlimm, dass einige Geschäfte bereits am Tag zuvor öffnen und dann die gesamte Nacht über geöffnet haben. Direkt nach dem gemeinsamen Abendessen mit der Familie begeben sich demnach viele auf eine nächtliche Einkaufstour, die Kreditkarte im Anschlag und die Ellenbogen auf 90 Grad, bereit um das Geschäft des Jahres, wenn nicht gar des Lebens, zu machen.
Das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Auch wenn ich nicht vor den Geschäften kampiert habe, sondern meinen Einkaufsbummel erst 10 Uhr Freitag morgen begonnen habe, war die Perimeter Mall, ein großes Einkaufszentrum am Rande Atlantas, noch gut besucht. Die wirklich Verrückten waren zu der Zeit jedoch schon lange wieder im Bett. Insgesamt habe ich $165,26 ausgegeben, ohne die Rabatte wären es $361,07 gewesen. Demnach habe ich 55 % gespart. Die tatsächliche Ersparnis war natürlich geringer, da die Preise vor dem Black Friday ansteigen, um anschließend, mittels "großzügiger" Rabatte, wieder zu fallen.
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| Black Friday in der Perimeter Mall |
Donnerstag, 28. November 2013
Erntedankfest
Um einen traditionellen Truthahn mit der Familie zu genießen, steht der gemeine Amerikaner auch mal in der Schlange an. Mary Mac's Tea Room ist aber auch eine Institution in Atlanta.
Der Winter ist da
Heute morgen zeigte das Thermometer -5 °C, ich wiederhole, -5 °C an! Unbestätigten Augenzeugenberichten zufolge hat es gestern sogar geschneit, auch wenn der Schnee sofort bei Bodenberührung schmolz. Der Winter ist angekommen in Atlanta! Dass ich meine Wintersachen doch nicht in Deutschland hätte lassen sollen, merke ich insbesondere wenn ich ohne Handschuhe Fahrrad fahre.
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| Mein Fahrrad |
Sonntag, 17. November 2013
Wandern im Kennesaw Mountain National Battlefield Park
Gestern war das erste Mal, dass ein Großteil des Arbeitskreises etwas außerhalb des Labors zusammen unternommen hat. Außerhalb von Atlanta gibt es nicht viel zu sehen, die nächste größere Stadt ist mehrere Stunden Autofahrt entfernt. Dafür gibt es jede Menge Natur. Der Kennesaw Mountain National Battlefield Park befindet sich 20 Meilen von Atlanta entfernt und ist einer von mehreren Nationalparks in der Gegend. Von 19. Juni bis 2. Juli 1864 bekriegten sich hier die Nord- und Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Ein paar Kanonen auf dem Gipfel des Berges erinnern an die Schlacht von damals. Abgesehen davon gibt es entlang der Wanderwege nichts Außergewöhnliches zu sehen. Nichtsdestotrotz hat die Wanderung Spaß gemacht.
Nachtrag: Ich habe glatt vergessen zu erwähnen, dass es nach dem Wandern noch Kaffee und Kuchen gab, quasi als Belohnung. In Marietta, einer Kleinstadt in der Nähe des Nationalparks, gibt es eine französische Bäckerei namens Douceur De France, die leckeren Kuchen anbietet. Die Nachbarschaft ist zwar alles andere als einladend, aber die Bäckerei ist wirklich zu empfehlen.
Nachtrag: Ich habe glatt vergessen zu erwähnen, dass es nach dem Wandern noch Kaffee und Kuchen gab, quasi als Belohnung. In Marietta, einer Kleinstadt in der Nähe des Nationalparks, gibt es eine französische Bäckerei namens Douceur De France, die leckeren Kuchen anbietet. Die Nachbarschaft ist zwar alles andere als einladend, aber die Bäckerei ist wirklich zu empfehlen.
Sonntag, 13. Oktober 2013
Atlanta Pride Parade
Atlanta ist eine der LBGT-Hochburgen der USA (LGBT steht für lesbian, gay, bisexual, and transgender). 2006 betrug der Anteil der LGBT-Bevölkerung in Atlanta 12,8 % (die Quelle dafür gibt es hier)! Lediglich in Seattle und San Francisco ist der Anteil noch höher.
Wie ich erfahren musste, ist der Christopher Street Day ein Gedenktag, der nur im deutschsprachigen Europa bekannt ist. In den USA kennt niemand den CSD, statt dessen gibt es je nach Stadt unterschiedliche Paraden. Eine der größten findet jedes Jahr - wie sollte es anders sein? - in Atlanta im Rahmen des Pride Festivals statt.
Wie in den USA üblich ist die Parade (mittlerweile) ziemlich kommerziell und wird schamlos für politischen Wahlkampf ausgenutzt. Nichtsdestotrotz war sie sehenswert und unterhaltsam. Außerdem gab es jede Menge Geschenke abzustauben. Meine Ausbeute: 2 Lutscher, 1 Zuckerstange, 2 pinke Stifte, 1 Hundeknochen, 3 Packungen Gleitmittel und 32 Kondome. Nicht zu vergessen: jeweils ein Flugzettel von Bob Gibeling (persönlich von ihm überreicht) und den Drag-Queens The Amorettes (ebenfalls persönlich überreicht).
Wie ich erfahren musste, ist der Christopher Street Day ein Gedenktag, der nur im deutschsprachigen Europa bekannt ist. In den USA kennt niemand den CSD, statt dessen gibt es je nach Stadt unterschiedliche Paraden. Eine der größten findet jedes Jahr - wie sollte es anders sein? - in Atlanta im Rahmen des Pride Festivals statt.
| LGBT ist auch Wahlkampf |
| Keine Ahnung, wofür der Typ protestiert hat |
Wie in den USA üblich ist die Parade (mittlerweile) ziemlich kommerziell und wird schamlos für politischen Wahlkampf ausgenutzt. Nichtsdestotrotz war sie sehenswert und unterhaltsam. Außerdem gab es jede Menge Geschenke abzustauben. Meine Ausbeute: 2 Lutscher, 1 Zuckerstange, 2 pinke Stifte, 1 Hundeknochen, 3 Packungen Gleitmittel und 32 Kondome. Nicht zu vergessen: jeweils ein Flugzettel von Bob Gibeling (persönlich von ihm überreicht) und den Drag-Queens The Amorettes (ebenfalls persönlich überreicht).
| Die Ausbeute des Umzugs. |
Sonntag, 22. September 2013
Atlantas Musik-Festival
Marihuanageruch, wässriges Dosenbier, überteuertes Fastfood, tanzende Menschenmassen und jede Menge ROCK. Das war Music Midtown 2013. Freitag 16 Uhr fing alles an, bei strahlendem Sonnenschein. Die meisten Bands, die am Freitag auftraten, kannte ich jedoch nicht. Lediglich Jane's Addiction sagte mir was, welche, ganz nebenbei, eine phänomenale Show abgeliefert haben. Star des Abends waren jedoch Journey - ich würde mal sagen, das amerikanische Äquivalent zu den Scorpions. Natürlich gipfelte alles in ihren Hit "Don't Stop Believing".
Samstag war die Besetzung hochkarätiger, auch wenn es den halben Tag regnete uns sich der Park in eine riesige Schlammpfütze verwandelte. Weezer waren der Hauptgrund für mich, auf das Festival zu gehen. Nun ja, was soll ich sagen, ich war ein bisschen enttäuscht. Der Klang war einfach nicht so gut, wenngleich es gegen Ende bedeutend besser wurde. Außerdem haben sie die 60 Minuten kaum voll gekriegt. Hatten die etwa keine Lust? Weitere Bands, die mir im Geständnis blieben, waren Arctic Monkeys und Imagine Dragons.
Meine persönlichen Höhepunkte waren die Yeah Yeah Yeahs und insbesondere Queens of the Stone Age. QOTSA waren einfach nur der Hammer! Die wollten gar nicht aufhören zu spielen und haben 15 Minuten überzogen. So soll es sein! Headliner waren die Red Hot Chilli Peppers. Ihre Show war solide, aber nicht überwältigend. Sie waren einfach viel zu leise. Die Leute um mich herum schrien die ganze Zeit nur "turn it up".
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| Schlange stehen am Einlass, so ungefähr fünf Blocks lang (es dauerte zum Glück nur 20 Minuten) |
Samstag war die Besetzung hochkarätiger, auch wenn es den halben Tag regnete uns sich der Park in eine riesige Schlammpfütze verwandelte. Weezer waren der Hauptgrund für mich, auf das Festival zu gehen. Nun ja, was soll ich sagen, ich war ein bisschen enttäuscht. Der Klang war einfach nicht so gut, wenngleich es gegen Ende bedeutend besser wurde. Außerdem haben sie die 60 Minuten kaum voll gekriegt. Hatten die etwa keine Lust? Weitere Bands, die mir im Geständnis blieben, waren Arctic Monkeys und Imagine Dragons.
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| Reignwolf im Regen |
Meine persönlichen Höhepunkte waren die Yeah Yeah Yeahs und insbesondere Queens of the Stone Age. QOTSA waren einfach nur der Hammer! Die wollten gar nicht aufhören zu spielen und haben 15 Minuten überzogen. So soll es sein! Headliner waren die Red Hot Chilli Peppers. Ihre Show war solide, aber nicht überwältigend. Sie waren einfach viel zu leise. Die Leute um mich herum schrien die ganze Zeit nur "turn it up".
Samstag, 14. September 2013
Georgia Tech Night at Six Flags
Letzte Nacht war die glücklichste Nacht meines Lebens... zumindest seit dem ich in Atlanta bin. Sechs Stunden Dauerausschüttung von Serotonin, Dopamin und was weiß ich noch.
Doch der Reihe nach.
Einmal im Jahr schließt Six Flags over Georgia, ein Vergnügungspark außerhalb Atlantas, seine Tore und öffnet diese ausschließlich für Studenten vom Georgia Institute of Technology, und zwar nachts von 18 bis 24 Uhr. Schätzungsweise 6000 Studenten hatten ein Ticket. Folglich war der Park nahezu leer, an vielen der Achterbahnen musste man weniger als 5 Minuten warten. Lediglich bei den beiden Stars des Parks - Goliath und Superman - musste man 30 - 45 Minuten warten, aber selbst das war noch besser als die 60 - 90 Minuten unter normalen Umständen.
Goliath war der Wahnsinn! Bei 113 km/h Spitze wird einem an der Wagenfront das Gehirn geradezu rausgeblasen. Natürlich habe ich das zweimal mitgemacht, nacheinander, sowie zwei weitere Male in der Mitte des Wagens. Superman: Ultimate Flight sah auch aus, als würde er einem ohne Mühe den Magen entleeren können. Nach 45 Minuten Warten in der Schlange und nur zwei Fahrten vom Einsteigen entfernt, traten jedoch technische Probleme auf, die dazu führten, dass keine Wagen mehr abfahren konnten. Schade, aber es gab ja noch jede Menge andere Achterbahnen, jede einzelne besser als alles, was ich je in Deutschland gefahren bin!
13 Fahrten in 6 Stunden, die letzten vier davon innerhalb von 20 Minuten! Mein Kopf hat sich noch zwei Stunden danach gedreht! Aber so viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr... und alles für läppische $15!!!
Doch der Reihe nach.
Einmal im Jahr schließt Six Flags over Georgia, ein Vergnügungspark außerhalb Atlantas, seine Tore und öffnet diese ausschließlich für Studenten vom Georgia Institute of Technology, und zwar nachts von 18 bis 24 Uhr. Schätzungsweise 6000 Studenten hatten ein Ticket. Folglich war der Park nahezu leer, an vielen der Achterbahnen musste man weniger als 5 Minuten warten. Lediglich bei den beiden Stars des Parks - Goliath und Superman - musste man 30 - 45 Minuten warten, aber selbst das war noch besser als die 60 - 90 Minuten unter normalen Umständen.
Goliath war der Wahnsinn! Bei 113 km/h Spitze wird einem an der Wagenfront das Gehirn geradezu rausgeblasen. Natürlich habe ich das zweimal mitgemacht, nacheinander, sowie zwei weitere Male in der Mitte des Wagens. Superman: Ultimate Flight sah auch aus, als würde er einem ohne Mühe den Magen entleeren können. Nach 45 Minuten Warten in der Schlange und nur zwei Fahrten vom Einsteigen entfernt, traten jedoch technische Probleme auf, die dazu führten, dass keine Wagen mehr abfahren konnten. Schade, aber es gab ja noch jede Menge andere Achterbahnen, jede einzelne besser als alles, was ich je in Deutschland gefahren bin!
| Dare Devil |
| Ninja |
Samstag, 31. August 2013
Go Yellow Jackets!
Die American Football-Saison hat angefangen und ich war beim Auftaktspiel der Georgia Tech Yellow Jackets gegen Elon University Phoenix dabei. Uni-Sport bzw. College-Sport hat in den USA einen viel höheren Stellenwert als in den meisten anderen Ländern, insbesondere College-Football. Spiele werden Samstag im Fernsehen übertragen. Für das Spiel heute kosteten die Tickets $25-45. Ich selber hatte ein Freiticket, ansonsten hätte ich wohl kaum so viel Geld für "Uni-Sport" ausgegeben. Das Bobby Dodd Stadium fasst 55.000 Zuschauer und war zu mehr als einem Drittel voll! Interesse war also vorhanden.
Insgesamt gibt es über 650 College-Football-Teams in drei Divisionen, die sich aus Conferences mit 10-12 Teilnehmern zusammensetzen. Die Georgia Tech Yellow Jackets sind in der wichtigsten Division I und gehören damit zu den besseren Mannschaften.
Das Spiel an sich war relativ langweilig, und das nicht nur weil es American Football ist. Bei 60 Minuten effektiver Spielzeit dauerte das Spiel über 180 Minuten, d.h. zwei Drittel der Zeit wurde nicht gespielt sondern nur beraten bzw. rumgestanden. Ein weiterer Grund für die Spannungslosigkeit war die Tatsache, dass Georgia Tech 70:0 gewonnen haben. Die Einlagen des Blasorchesters sowie der Cheerleaderinnen und insbesondere die Halbzeit-Show wussten zum Glück von der Ödnis abzulenken, so dass es am Ende ein unterhaltsamer Nachmittag war.
Insgesamt gibt es über 650 College-Football-Teams in drei Divisionen, die sich aus Conferences mit 10-12 Teilnehmern zusammensetzen. Die Georgia Tech Yellow Jackets sind in der wichtigsten Division I und gehören damit zu den besseren Mannschaften.
Das Spiel an sich war relativ langweilig, und das nicht nur weil es American Football ist. Bei 60 Minuten effektiver Spielzeit dauerte das Spiel über 180 Minuten, d.h. zwei Drittel der Zeit wurde nicht gespielt sondern nur beraten bzw. rumgestanden. Ein weiterer Grund für die Spannungslosigkeit war die Tatsache, dass Georgia Tech 70:0 gewonnen haben. Die Einlagen des Blasorchesters sowie der Cheerleaderinnen und insbesondere die Halbzeit-Show wussten zum Glück von der Ödnis abzulenken, so dass es am Ende ein unterhaltsamer Nachmittag war.
Dragon Con 2013
Jedes Jahr am Laborday-Wochenende findet in Atlanta die Dragon Con, die größte Messe im Süden der USA für Science-Fiction, Fantasy, Comics und andere Elemente von Fankultur, statt. Der Umzug durch Downtown stellt dabei einen der Höhepunkte dar. Eindrücke davon gibt es hier:
Freitag, 30. August 2013
"Du vervollständigst mich!"
Natürlich hab das nicht ich gesagt, sondern mein Laptop, als er auf diesen formvollendeten - wenn auch nur eingeschränkt funktionalen (die Tastaturablage ist viel zu klein und lässt sich nicht weit genug herausfahren) - Computertisch abgelegt wurde.
Jetzt habe ich alles, was ich zum Zocken, ähm... Arbeiten zu Hause brauche.
Mittwoch, 21. August 2013
Einbruch
Gestern hat die Wohnungsverwaltung in einem Schreiben mitgeteilt, dass es am 8. und 14. August im Parkhaus meines Apartmentkomplexes jeweils zu einem Autoeinbruch mit Diebstahl kam.
Das Verbrechen ist überall, insbesondere in Atlanta...
Das Verbrechen ist überall, insbesondere in Atlanta...
Mittwoch, 14. August 2013
JIMMY EAT WORLD
... sind anlässlich ihres neuen Albums "Damage" auf Tour. Von den zehn neuen Liedern haben sie jedoch nur fünf gespielt. Zum Glück, andernfalls hätten sie Atlanta auch nicht so gerockt! Statt dessen gab es jede Menge der alten Lieder. Von "Bleed American" aus dem Jahr 2001 wurden gar alle Stücke gespielt! "The Middle" wurde selbstverständlich als finales Lied gespielt.
Lediglich der Auftritt von vier lokalen Rappern aus Atlanta mittendrin störte den Gesamteindruck. Keine Ahnung was sich Jimmy bei diesem Überraschungsauftritt gedacht hat. Das Publikum nahm es gemischt auf. Ich war froh als endlich wieder Rock gespielt wurde.
Lediglich der Auftritt von vier lokalen Rappern aus Atlanta mittendrin störte den Gesamteindruck. Keine Ahnung was sich Jimmy bei diesem Überraschungsauftritt gedacht hat. Das Publikum nahm es gemischt auf. Ich war froh als endlich wieder Rock gespielt wurde.
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| Jimmy Eat World live im Center Stage Theater von Atlanta |
Sonntag, 4. August 2013
do not call
Ich hab mein Handy jetzt seit zwei Monaten. Am Anfang hab ich bestimmt 2-3 Anrufe in der Woche bekommen, obwohl ich meine Nummer noch niemanden gegeben hatte! Dabei handelte es sich stets um Werbeanrufe. Im Gegensatz zu Deutschland ist das in den USA auch ohne Zustimmung des Angerufenen erlaubt, jedoch nur solange man dem nicht widerspricht. Ein Widerspruch ist jedoch sehr einfach. Alles was man dafür tun muss, ist seine Telefonnummer auf DoNotCall.com zu registrieren. Und die Firmen halten sich daran. Seitdem meine Nummer in der do-not-call-Liste ist, hab ich keinen Werbeanruf mehr bekommen.
Samstag, 3. August 2013
Flocke um Flocke
Wenn ich weiter in dem Tempo Frühstücksflocken kaufe, muss ich noch ein Regal in der Küche anbauen... es gibt hier aber auch so viele verschiedene Sorten, und ich muss sie alle probieren!
Montag, 29. Juli 2013
Bleach!
Meine Bettwäsche ist weiß und grau. Ein Waschmittel mit Bleiche sollte man demnach verwenden können, oder? Noch grauer kann sie ja nicht werden. Richtig, grauer ist die Bettwäsche tatsächlich nicht geworden, dafür grün, gelb und rot! In den 90ern war dieses Muster total im Trend. Batik nannte sich das. Heute ist das alles andere als angesagt! Meine FÄRGLAV Bettwäsche von Ikea ist jedenfalls ruiniert.
Sämtliche Reinigungsmittel hier sind total aggressiv, 9 von 10 enthalten Bleichmittel. Ein Beispiel: Die Einlegeböden in meinem Badschrank sind so rau, dass sich der Schwamm beim Darüberwischen auflöst. Anfangs dachte ich, es handelt sich um eine Antirutsch-Beschichtung, doch mittlerweile bin ich überzeugt, dass die Vormieter einfach so aggressiv gereinigt haben, dass die Oberfläche korrodiert ist.
| Ikea FÄRGLAV mit Batik-Muster |
"Insbesondere das Essen!"
Als ich am Wochenende aus war und an der Bar auf mein Bier wartete, kam ich mit einem Amerikaner ins Gespräch. Natürlich fragte er mich, woher ich komme. Als ich Deutschland sagte, wollte er wissen, was ich mehr mag, Deutschland oder die USA. "Natürlich Deutschland", sagte ich. Er total entsetzt: "Was?! Etwa auch das Essen?" "Insbesondere das Essen!"
Hab ich etwas verpasst, oder seit wann sind die USA für gutes Essen bekannt?
Hab ich etwas verpasst, oder seit wann sind die USA für gutes Essen bekannt?
Samstag, 27. Juli 2013
Atlanta Ice Cream Festival
Ein weiteres Straßenfest, das sich rund um das Thema Essen dreht, diesmal Eiscreme. Natürlich musste man auch dieses Mal lange Warteschlangen in Kauf nehmen... sofern man nicht auf italienisches Eis steht, denn seltsamerweise war vor der einzigen "Gelateria" der Stadt keine Schlange. Für die Kleinen gab es auch jede Menge Aktivitäten, um die zuvor aufgenommenen Kalorien gleich wieder zu verbrennen. Die Erwachsenen durften Blut spenden oder Saisontickets für Basketball kaufen.
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| Riesenandrang am amerikanischen Eisstand... |
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| ...und keine Schlange vor der italienischen "Gelateria" |
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| Chocolate Mint |
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Essen in den USA,
Leben in Atlanta
Freitag, 19. Juli 2013
Was passiert mit Schokolade in Deutschland, wenn sie alt wird?
Mittwoch, 17. Juli 2013
Stromausfall, schon wieder
Gestern war schon wieder ein Stromausfall, der zweite innerhalb von 6 Wochen! Grund dafür war nicht etwa ein Tornado oder ein Hurricane, sondern ein stink normales Unwetter. Wäre ich in Südamerika oder Asien würde ich das ja noch verstehen, doch in den Vereinigten Staaten von Amerika? Zum Glück war er nur von kurzer Dauer, doch ich frage mich was passiert, wenn wirklich mal ein Tornado oder Hurricane über Atlanta fegt.
Montag, 15. Juli 2013
Abenteuer Backen
Ich war zwar nicht der beste Koch in meiner alten Arbeitsgruppe, einer der besten Bäcker war ich jedoch - ohne Angeben zu wollen - zweifelsfrei. Traurigerweise gibt es in meiner neuen Gruppe keine "Kuchentradition"... Mir fehlen die Kuchen-um-Vier-im-Kaffeeraum-E-Mails... Wie auch immer, das ist kein Grund, meine Backkünste meiner neuen Arbeitsgruppe vorzuenthalten.
Chefkoch.de ist immer eine gute Anlaufstelle für leckere Rezepte. Bei der Wahl des Rezeptes musste ich jedoch beachten, dass in den USA, wie so oft, alles anders ist. Zum Beispiel gibt es in den USA zahlreiche Milchprodukte (darunter Schmand, Crème fraîche und Quark) nur in ausgewählten Supermärkten. Statt Backpulver einzeln zu kaufen, gibt es Mehl, das bereits mit Backpulver versetzt ist. Ein Wikibuch mit dem Titel "Aus Deutschland in die USA umziehen: Artikel, die in den USA wider Erwarten doch erhältlich sind" half mir jedoch bei der richtigen Übersetzung der Zutaten weiter.
Mangels einer Waage musste ich nur noch sämtliche Mengenangaben in Cups umrechnen. So wie es die Amerikaner gewohnt sind. Zum Glück gibt es auch dafür Umrechnungstabellen. Schließlich wiegt ein Cup Mehl nicht so viel wie ein Cup Margarine.
Nichtsdestotrotz, mein Schoko-Apfel-Kuchen kann sich sehen lassen!
Chefkoch.de ist immer eine gute Anlaufstelle für leckere Rezepte. Bei der Wahl des Rezeptes musste ich jedoch beachten, dass in den USA, wie so oft, alles anders ist. Zum Beispiel gibt es in den USA zahlreiche Milchprodukte (darunter Schmand, Crème fraîche und Quark) nur in ausgewählten Supermärkten. Statt Backpulver einzeln zu kaufen, gibt es Mehl, das bereits mit Backpulver versetzt ist. Ein Wikibuch mit dem Titel "Aus Deutschland in die USA umziehen: Artikel, die in den USA wider Erwarten doch erhältlich sind" half mir jedoch bei der richtigen Übersetzung der Zutaten weiter.
Mangels einer Waage musste ich nur noch sämtliche Mengenangaben in Cups umrechnen. So wie es die Amerikaner gewohnt sind. Zum Glück gibt es auch dafür Umrechnungstabellen. Schließlich wiegt ein Cup Mehl nicht so viel wie ein Cup Margarine.
Nichtsdestotrotz, mein Schoko-Apfel-Kuchen kann sich sehen lassen!
Sonntag, 14. Juli 2013
Essen auf Rädern
Wenn ein Amerikaner in sein Auto einsteigt, dann verlässt er es so selten wie möglich. Er kauft seine Lebensmittel vom Auto aus ein, er erledigt seine Bankgeschäfte vom
Auto aus und selbstverständlich kauft er auch sein Essen vom Auto aus. Und wenn er sich doch einmal aus dem Auto begibt, dann hat es meist etwas mit Autos zu tun. So auch beim gestrigen Antlanta Street Food Festival! Dabei handelt es sich um ein Volksfest, bei dem zwei bis drei Dutzend "Food-Trucks" Essen verkaufen. Jeder dieser Food-Trucks hat sein eigenes Motto und verkauft passendes Essen dazu. So gibt es z.B. den Cupcake-Truck, den Vietnam-Truck, den Hamburger-Truck und den Bio-Truck (der Truck an sich ist natürlich nicht "bio"). Schauplatz war der Piedmont-Park, ein riesiger Grünpark inmitten der Stadt.
Obwohl in den USA gerne alles eine Nummer größer ist, war die Menge an Food-Trucks zu knapp bemessen. Als Ergebnis davon bildete sich vor jedem Food-Truck eine Schlange, die selbst Mustafas Döner in Berlin stolz gemacht hätte. Wer nur 30 Minuten warten musste, war an einer der kurzen Schlangen. Nichtsdestotrotz war das Essen sehr lecker.
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| Piedmont Park |
Obwohl in den USA gerne alles eine Nummer größer ist, war die Menge an Food-Trucks zu knapp bemessen. Als Ergebnis davon bildete sich vor jedem Food-Truck eine Schlange, die selbst Mustafas Döner in Berlin stolz gemacht hätte. Wer nur 30 Minuten warten musste, war an einer der kurzen Schlangen. Nichtsdestotrotz war das Essen sehr lecker.
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Essen in den USA,
Leben in Atlanta
Samstag, 6. Juli 2013
4. Juli, Unabhängigkeitstag
Normalerweise sind die Straßen am 4. Juli von Menschen gesäumt, welche die US-Flagge im Wind schwenken und dazu die Nationalhymne singen. Begleitet wird das alles von pompösen Paraden und einem spektakulären Feuerwerk. Dieses Jahr gab es nur letzteres (soweit ich weiß), da es seit Mittwoch ununterbrochen geregnet hat.
"Wenn es schon regnet, kann ich mir das Feuerwerk zumindest vom Dach aus angucken", dachte ich mir. Leider hatten noch mehr Leute diese Idee. Auf dem Weg vom 1. in den 8. Stock hielt der Fahrstuhl in der 6. Etage an. Eine Traube von 20 Menschen zwengte sich daraufhin in den Fahrstuhl, welcher - nebenbei bemerkt - für 12 Personen ausgelegt ist. Nachdem sich die Türen des Fahrstuhls geschlossen hatten, bewegte sich jedoch nichts mehr, auch nicht, als die Hälfte der Leute den Fahrstuhl wieder verlassen hatte. Nicht das Gewicht war das Problem (zumindest nicht vorrangig), sondern die Tatsache, dass die Leute zu lange gebraucht hatten, um sich in den Fahrstuhl zu begeben. Ein Schild im Fahrstuhl weist darauf hin, dass sich der Lift außer Betrieb setzt, sollte die Tür länger als 15 Sekunden geöffnet sein, und externer Service benötigt wird. Wer diese schwachsinnige Beschränkung in den Fahrstuhl eingebaut hat, weiß ich nicht. Schließlich sind 15 Sekunden nicht sehr lang.
Achja, das Feuerwerk konnte ich weder vom 6. noch vom 8. Stock beobachten, da zu viele Hochhäuser im Weg waren.
"Wenn es schon regnet, kann ich mir das Feuerwerk zumindest vom Dach aus angucken", dachte ich mir. Leider hatten noch mehr Leute diese Idee. Auf dem Weg vom 1. in den 8. Stock hielt der Fahrstuhl in der 6. Etage an. Eine Traube von 20 Menschen zwengte sich daraufhin in den Fahrstuhl, welcher - nebenbei bemerkt - für 12 Personen ausgelegt ist. Nachdem sich die Türen des Fahrstuhls geschlossen hatten, bewegte sich jedoch nichts mehr, auch nicht, als die Hälfte der Leute den Fahrstuhl wieder verlassen hatte. Nicht das Gewicht war das Problem (zumindest nicht vorrangig), sondern die Tatsache, dass die Leute zu lange gebraucht hatten, um sich in den Fahrstuhl zu begeben. Ein Schild im Fahrstuhl weist darauf hin, dass sich der Lift außer Betrieb setzt, sollte die Tür länger als 15 Sekunden geöffnet sein, und externer Service benötigt wird. Wer diese schwachsinnige Beschränkung in den Fahrstuhl eingebaut hat, weiß ich nicht. Schließlich sind 15 Sekunden nicht sehr lang.
Achja, das Feuerwerk konnte ich weder vom 6. noch vom 8. Stock beobachten, da zu viele Hochhäuser im Weg waren.
Dienstag, 2. Juli 2013
Essen und essen lassen
11.30 Uhr an der Uni. Normalerweise ist das nichts besonderes in meiner Arbeitsgruppe, da es sowas wie ein gemeinsames Mittagessen nicht gibt. Jeder geht allein los, holt sich sein Mittag, bringt es dann ins Büro, um es anschließend alleine vorm Computer zu essen. Natürlich wird das Essen jedes Mal in einer Plastikschale serviert, zusammen mit Plastikbesteck in einer großen Plastiktüte.
Warum erzähle ich das alles? Nun, einerseits will ich auf die Wegwerfmentalität der Amerikaner und die damit verbunde Müllproduktion hinweisen, andererseits wollte ich berichten, dass anlässlich eines "inoffiziellen Mittagessens der Arbeitsgruppe" (so der Wortlaut in der E-Mail) letzten Freitag alle zusammen Mittag essen waren. Nicht in der Cafeteria, sondern bei Moe's Original Bar B Que. Und was soll ich sagen? Das Essen war lecker. Typische Südstaatenküche. Heiß und fettig. Geräucherte Hähnchenschenkel mit Makkaroniauflauf und Cornbread, dazu einen Salat. Und dennoch, an der Wegwerfmentalität hat sich nichts geändert! Auch dort wurde alles in Einweggeschirr serviert.
Warum erzähle ich das alles? Nun, einerseits will ich auf die Wegwerfmentalität der Amerikaner und die damit verbunde Müllproduktion hinweisen, andererseits wollte ich berichten, dass anlässlich eines "inoffiziellen Mittagessens der Arbeitsgruppe" (so der Wortlaut in der E-Mail) letzten Freitag alle zusammen Mittag essen waren. Nicht in der Cafeteria, sondern bei Moe's Original Bar B Que. Und was soll ich sagen? Das Essen war lecker. Typische Südstaatenküche. Heiß und fettig. Geräucherte Hähnchenschenkel mit Makkaroniauflauf und Cornbread, dazu einen Salat. Und dennoch, an der Wegwerfmentalität hat sich nichts geändert! Auch dort wurde alles in Einweggeschirr serviert.
Sonntag, 30. Juni 2013
Bastelspaß mit IKEA
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